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Das Dritte Reich und der zweite Weltkrieg
Adolf Hitler wird zum Reichskanzler ernannt
Im Jahre 1929 gewinnt Adolf Hitlers NSDAP die ersten Sitze im Parlament der Stadt. Am 20. Juli 1932 wird die preußische Regierung unter Otto Braun in Berlin durch einen Militärputsch, den sogenannten Preußenschlag abgesetzt. Die Republik nähert sich ihrem Zusammenbruch. Am 30. Januar 1933 wird Hitler zum Reichskanzler ernannt.
Die Judenverfolgung
Vom 9. bis 10. November 1938 brennen infolge der Reichspogromnacht Synagogen und jüdische Geschäfte, Wohnungen werden demoliert, viele Juden werden verhaftet. Um 1939 leben noch rund 75.000 Juden in Berlin. Am 18. Oktober 1941 geht vom Bahnhof Grunewald der erste von insgesamt 63 Transporten mit Juden ins damalige Litzmannstadt ab. Der Holocaust beginnt. 50.000 Juden werden in die Konzentrationslager verschleppt, wo die meisten ermordet werden oder an den Folgen ihrer Zwangarbeit sterben. Von historischer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch die 1942 im Ortsteil Wannsee abgehaltene Wannseekonferenz, auf der die gesamtstaatliche Koordination des Holocaust beschlossen wird. Über 1.200 Juden überleben in Berlin, indem sie sich versteckten.
Beginn des 2. Weltkrieges
1939 beginnt der Zweite Weltkrieg, von dem Berlin anfangs wenig betroffen ist. Die ersten britischen Fliegerangriffe auf Berlin finden 1940 statt, da sich die Stadt jedoch fast außerhalb der Reichweite der Bomber befindet, sind die ersten Schäden noch relativ gering. Mit dem Eintritt der USA in den Krieg nehmen die Schäden jedoch größere Ausmaße an. Während die Briten weiterhin nachts Berlin ansteuern, fliegen die Amerikaner tagsüber, so dass das Bombardement quasi rund um die Uhr stattfindet. Allein am 18. März 1945 greifen 1.250 amerikanische Bomber die Stadt an. Infolge der Bombardements sterben schätzungsweise 20.000 Berliner, mehr als 1,5 Millionen werden obdachlos. Teile der Innenstadt werden komplett zerstört. Die äußeren Bezirke erleiden geringere Beschädigungen. Im Schnitt wurde ein Fünftel (50 % in der Innenstadt) der Berliner Gebäude zerstört. Auch die Verkehrsinfrastruktur wird größtenteils zerstört; die Versorgungslage ist bis nach dem Ende des Krieges katastrophal. Insgesamt fallen 450.000 Tonnen Bomben auf Berlin. Hitler tötet sich am 30. April 1945 im Führerbunker unter der Reichskanzlei. Am 2. Mai kapituliert die Stadt vor der Roten Armee, die nach letzten Straßenkämpfen in die Stadt einmarschiert.
Kriegsende
Nach dem Kriegsende liegt Berlin in Schutt und Asche: 28,5 Quadratkilometer des Stadtgebiets liegen in Trümmern, 600.000 Wohnungen sind total zerstört worden, 100.000 beschädigt, jedes zweite Kaufhaus ist eine Ruine. Eine Million Einwohner Berlins sind seit Kriegsbeginn 1939 gefallen, gefangen oder geflohen.

Reichstagsruine (Quelle: commons.wikimedia.org)
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Quelle: de.wikipedia.org
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