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Stadtentwicklung bis zum 18. Jhd.
Antisemitismus in Berlin
1510 werden 100 Juden beschuldigt, Hostien gestohlen und entweiht zu haben. 38 von ihnen werden verbrannt, zwei werden – nachdem sie zum Christentum konvertieren – geköpft, alle anderen Berliner Juden werden ausgewiesen. Nachdem ihre Unschuld nach 30 Jahren nachgewiesen werden kann, dürfen Juden – nach Zahlung einer Gebühr – wieder nach Berlin siedeln, werden jedoch 1573 erneut, diesmal für einhundert Jahre, vertrieben.
Der 30-jährige Krieg
1618 beginnt der 30-jährige Krieg und hat für Berlin schlimme Folgen. Ein Drittel der Häuser werden beschädigt, die Bevölkerung halbiert sich. Der Dreißigjährige Krieg wird zu einem Konflikt um Hegemonie, in dem die Religion jedoch auch eine große Rolle spielt. Zudem grassieren in Berlin Pocken, Pest und die Ruhr die ebenfalls etliche Tote fordern.

Berlinkarte von 1688 (Quelle: de.wikipedia.org)
Friedrich der Große
1740 wird Friedrich II. nach dem Tod seines Vaters preußischer König. Er erfüllt zunächst die Erwartungen an einen aufgeklärten Monarchen mit zahlreichen populären Reformen und Aktivitäten. Er ordnet die Abschaffung der Folter und des Ertränkens von Kindesmörderinnen an, verfügt, dass staatliches Getreide zu geringen Preisen an die Bevölkerung verkauft wird, hebt die Zensur auf, gründet eine deutsche und eine französische Zeitung, veranlasst, dass Geistesgrößen in die Residenz geholt und Akademien wieder arbeitsfähig werden, lässt den Bau eines Opernhauses vorbereiten. 1786 stirbt Friedrich II und sein Neffe Friedrich Wilhelm wird zum Thronfolger auserkoren.

Friedrich der Große (Quelle: de.wikipedia.org)
Zahlen und Fakten des 18.Jahrhunderts
Um 1700 sind 20% der Berliner Einwohner Franzosen, welche zuvor nach Brandenburg geladen wurden, sich jedoch in Berlin niederlassen. Ihr kultureller Einfluss ist groß. 1709 leben in Berlin 55.000 Menschen, von denen 5.000 der Armee dienen, 1755 sind es bereits 100.000 Einwohner bei 26.000 Soldaten. Ende des 18. Jahrhunderts gibt Friedrich II den Auftrag ein neues Brandenburger Tor zu bauen – das bekannte heutige Wahrzeichen der Stadt.
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Quelle: de.wikipedia.org
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